Darstellendes Spiel ist ein Wahlpflichtfach an unserer Schule.

70 Schülerinnen und Schüler belegen zurzeit die fünf Kurse in den Jahrgangsstufen 7 bis 10.

Die Inhalte des Faches "Darstellendes Spiel"

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Kompetenzen:

  • Herausarbeiten von gesellschaftlichen, sozialen und künstlerischen Fähigkeiten
  • in der Lerngruppe: soziale Interaktion
  • Prozessorientierung, Präsentation der Arbeitsergebnisse
  • Erweiterung der sprachlichen und sprecherischen Fähigkeiten
  • fächerübergreifendes Arbeiten
  • Ausdruck von Emotionen
  • Schulung der Selbsteinschätzung

Grundsätzliche Ziele:

  1. Das Hineinversetzen in „jemand Anderes“ wird ermöglicht und gefördert.
  2. Man kann sich selbst in einer Rolle und deren Wirkung auf Andere erproben.
  3. Soziales Verhalten, seine Ursachen und seine Wirkungen können nachempfunden werden

Szenische Interpretationstechniken

  • Fantasiereise
  • Rollenbiografie
  • Standbilder
  • Szenische Interpretation
  • Stimmexperimente
  • Raumbeschreibung
  • Theaterästhetische Mittel
  • Szenisches Lesen
  • Rollentexte
  • Status-Übungen

Ziele von DS an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm:

  • Öffnung der Schul-Kultur durch DS nach innen und außen
  • ganzheitliche Handlungs- und Schülerorientierung
  • Fordern und Fördern der kognitiven, sozial-emotionalen und körperlichen Ausdrucksfähigkeit der Schüler/-innen

Uraufführung eines selbst entwickelten Theaterstücks

Theaterabend an der KLR+ setzt Maßstäbe
Am Montag, dem 12. September, veranstalteten die Darstellendes-Spiel-Kurse der achten, neunten und zehnten Klassen an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm einen Theaterabend. Dieser fand in der bestuhlten Pausenhalle statt, in der unser Hausmeister Herr Meyer die Bühne aufgebaut hatte.
An diesem Abend zeigten die einzelnen Kurse, was sie im Verlauf des letzten Schuljahrs erarbeitet hatten. Vor Beginn der Veranstaltung liefen die teilnehmenden Schüler aufgeregt in der Pausenhalle herum. Die Moderation des Abends übernahm die DS-Lehrerin Frau Stecker, die auch den Schauspielern und Darstellern während der Proben zur Seite stand. Frau Stecker sprach ein großes Lob an die Veranstaltungstechnik-AG aus, die von Herrn Keith geleitet wird. Dessen AG war an diesem Abend für die Beleuchtung, die Musik und die Leinwand zuständig, was im Übrigen auch alles gut klappte.
Der DS-Kurs der achten Klassen begann. Im Anschluss zeigte der Neuner-Kurs, was er eingeübt hatte. Beide Kurse stellten Choreografien zu den Themen „die Geburt der Maschine“ und „Simultan Zeitlupe“ vor. Diese Vorträge kamen beim Publikum sehr gut an. Ebenfalls von beiden Klassenstufen wurde auch so mancher Lehrer aufs Korn genommen. Herr Roth zum Beispiel wurde zu akrobatischen Höchstleistungen aufgefordert. Auch in einem selbst erarbeiteten Slam kam unser Rektor vor. Diese Vorträge nahm er gelassen und mit Humor auf. Andere Lehrer durften ihr Wissen und ihr tänzerisches Können unter Beweis stellen. In einer Persiflage des Neuner-Kurses wurden weitere Lehrer vorgeführt. Nach kurzer Umbaupause kamen dann die Schüler des DS-Kurses aller zehnten Klassen dran. Das von ihnen aufgeführte Theaterstück „Fakju Schiller“ wurde eigenständig geschrieben und einstudiert. Durch die Erkrankung einer Schülerin musste Frau Stecker kurzfristig in eine der Lehrer-Rollen einspringen, was sie souverän meisterte. Die vielen Proben der Schüler zeigten Erfolg. Das Theaterstück wurde am Ende durch eine Diashow unterstützt. Alle Anwesenden waren begeistert.
Der „Herr-Roth-Slam“
Drei Jungen des Neuner-Kurses kamen untermalt durch mittelalterliche Gesänge als Mönche verkleidet durch das Publikum auf die Bühne. Abwechselnd trat immer einer nach vorne und trug eine Strophe des Slams vor. Der Refrain wurde gemeinsam „gebetet“.

Simultan Zeitlupe
Sechs Mädchen des Neuner DS-Kurses suchten gemeinsam ein Lied aus und erarbeiteten selbständig eine beeindruckende Choreografie, deren Vorgabe die theaterästhetischen Mittel simultan und Zeitlupe waren.
Das Theaterstück „Fakju Schiller“
In diesem Stück geht es um eine Schulklasse, die den Abschluss vermutlich nicht schaffen wird und um diesen doch noch zu schaffen, ein Theaterstück in Deutsch aufführen soll. Man einigt sich auf „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller. Die verschiedenen Cliquen der Klasse, die „Bitches“ und die „Streber“ geraten aneinander. Die Schüler lernen durch das Theaterstück, gemeinsam zu arbeiten und raufen sich zu einer Gemeinschaft zusammen. Letzten Endes schafft dann tatsächlich jeder den Abschluss.
Nach anderthalb Stunden war der schöne und vielseitige Theaterabend vorbei. Die Stimmung war während der Aufführungen ausgesprochen locker und gut. Die Schauspieler und Darsteller wurden vom Publikum, das aus Lehrern, Eltern, Geschwistern und anderen Verwandten und Freunden bestand, großzügig mit Applaus belohnt.
Als Fazit lässt sich daher sagen, dass der Theaterabend auf eine sehr positive Resonanz gestoßen ist. Alles verlief nahezu reibungslos. Nur der schlechten Akustik der Pausenhalle und manchen zu leise oder/und zu schnell sprechenden Darstellern ist geschuldet, dass in den hinteren Reihen nicht viel verstanden wurde. An diesem Problem arbeiten wir!
Marie Diederich, 9a

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Theaterstück SCHULD

Idealer Aufführungsort ist ein Klassenzimmer, das Publikum (=eine Schulklasse) sitzt in der Mitte. Vorne (Tafelbereich) ist mit vier bis fünf Tischen ein Klassenzimmer angedeutet. Im hinteren Raum spielen die Szenen zwei und drei ohne Requisiten. Zwischen dem angedeuteten Klassenzimmer und dem Publikum steht – dem Publikum frontal zugewandt – in der Mitte ein einzelner Stuhl, der „Anklagestuhl“. Hier
reflektieren die Figuren über ihren Anteil an der Schuld für das Geschehene.

Handlung:
Vier Mädchen (u.a. zwei Kleinkriminelle, eine Türkin) müssen nachsitzen und erfahren von ihren jeweiligen Hintergründen. Die Situation eskaliert in den nächsten Tagen bis zum Tod einer Schülerin. Wer ist schuld?

Das Stück von Andreas Galk, das von den Schülerinnen gerade auf ihre Wünsche und Belange hin weiter­entwickelt wird, dauert ca. 30 Minuten und wird im April/Mai bühnenreif sein. Es eignet sich für das achte bis zehnte Schuljahr.

Aufführende sind die sieben Schülerinnen des Wahlpflichtfachkurses „Darstellendes Spiel“, zehntes Schuljahr an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm. Ein Unkostenbeitrag von 1 Euro pro SchülerIn wird erbeten.

Kontakt für Rückfragen oder Buchungswunsch: Catrin Stecker, Lehrerin für Darstellendes Spiel an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Besuch der Aufführung des Tanztheater-Stückes "Ruhr-Ort" am Freitag, 25.09. 2015 im Theater Trier

Eines der spannensten experimentellen Tanztheaterstücke der letzten Jahre kam zur Aufführung: das Stück "Ruhr-Ort" der Choreografin Susanne Linke, ihres Zeichens neue Chefin der Tanz-Kompanie am Trierer Theater. Auf der Bühne gezeigt wurden die Männer, die in Stahlfabriken und Bergwerken das Ruhrgebiet zu wirtschaftlicher Blüte brachten. Die einprägenden Bilder der Tänzer, die bis zur Erschöpfung tanzen, spiegeln diese noch nicht lange vergangene Arbeitswelt.  Verschiedenste Tanzformen verschmolzen hier zu einem beklemmenden Guss: Street-Art, Hip-Hop, Break Dance, Tanztheater, choreografisches Theater und mehr. Im Foyer des Trierer Theaters bekam man Ohrenstöpsel angeboten - wohl denen, die sie annahmen, denn allein 20 Minuten hämmerten die Tänzer ohrenbetäubend auf ein großes Blechstück auf dem Boden ein oder liefen auf diesem herum, dass einem die (ungeschützten) Ohren wegflogen.
Auf freiwilliger Basis fuhr der 10er-Kurs Darstellendes Spiel, deren Thema zurzeit "choreografisches Theater" ist, zusammen mit Frau Stecker zu diesem inspirierenden Abend.

Text: C. Stecker