Aktuelles 2020

Nach 6 Wochen Homeschooling startet auch an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm in einer besonderen Form der Unterricht. Jeweils eine Hälfte aller 9. und 10. Klassen durften nach fast insgesamt 2 Monaten wieder in die Schule, während die andere Hälfte weiter zu Hause arbeitet und erst nächste Woche in der Schule lernt. „Obwohl die Klassen halbiert wurden, mussten Lerngruppen teilweise in Fachräume verlegt werden, um den Abstandsanforderungen gerecht zu werden“, sagt Schulleiter Stephan Schilling zur aufwendigen Organisation.

Denn so, wie es vor dem 16. März war, darf der Schulbetrieb nicht mehr aufgenommen werden. Richtungspfeile, Absperrungen, Verbots- und Hinweisschilder helfen bei der Umsetzung des neuen Schulalltags: Strenge Hygienevorschriften, 1,5m Abstand zum Sitznachbarn, Maskenpflicht auf den Fluren und in den versetzten Pausen, Treppenhäuser dürfen nur noch in eine Richtung begangen werden.

„Der erste Schultag war schon ungewöhnlich und sehr gewöhnungsbedürftig. Die ganzen Maßnahmen haben den Schulalltag doch deutlich verändert, was mir teilweise etwas Angst macht“, resümiert Julian Inselberger, Schüler der Klasse 10b. „Aber jeder sieht die Hygienemaßnahmen ein und die Maskenpflicht ist kein Thema“, sagt Ethiklehrerin Anja Schönhofen. „Es ist außergewöhnlich ruhig in der Schule“, stellt die Lehrerin Uschi Hellriegel fest, „aber trotz allem bin ich froh, die Schüler wieder zu sehen.“ Und auch die meisten Schülerinnen und Schüler freuen sich tatsächlich, endlich wieder gemeinsam in der Schule lernen zu dürfen.

Auch die Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm macht mit: Das Haus der Jugend in Prüm muss ebenfalls für den regulären Betrieb während der Corona-Krise geschlossen bleiben. Allerdings hat diese Einrichtung eine andere wichtige Aufgabe übernommen: Derzeit befindet sich dort eine Koordinierungsstelle für die Bürgerinnen und Bürger aus Dausfeld, Weinsfeld, Steinmehlen, Niederprüm und Prüm. „Ziel ist es, Versorgungsfahrten für Menschen in Quarantäne und für solche zu übernehmen, die aus Vorsichtsgründen zu Hause bleiben und keine Möglichkeit haben, sich mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs zu versorgen“, heißt es auf der Homepage.

„Und diese Aktion unterstützen wir gerne“, sagt Brigitte Richter-Weber, Leiterin der AG „Kinder helfen Kindern“ der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm. Helga Gierten hat zusammen mit Tochter Astrid Material für etliche Tulpen der AG zur Verfügung gestellt und mit den Kindern und Jugendlichen stundenlang genäht. „Diese Blumen haben wir jetzt ans Haus der Jugend weitergegeben“, so Brigitte Richter-Weber, „damit sie an erkrankte, ältere Leute mitverteilt werden können und ihnen Freude bereiten.“

Zudem beteiligt sich die Prümer Realschule an der örtlichen Aktion „Bunte Kinderbilder und handgeschriebene Briefe gegen den grauen Alltag der Senioren“ für das Seniorenheim Prüm.

Die Nachricht im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus war im ersten Moment kaum zu glauben: Vom 16. März 2020 bis zum Ende der rheinland-pfälzischen Osterferien am 17. April 2020 bleiben die Schulen und Kindergärten für einen regulären Betrieb geschlossen.

Diese Zeit soll aber keineswegs als verlängerte Osterferien gesehen werden - das Lernen soll trotzdem fortgeführt werden. „Die ganze Schulgemeinschaft steht vor einer besonderen Herausforderung, alternative Unterrichtsangebote zur Verfügung zu stellen“, so Stephan Schilling, Schulleiter an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm. An der Prümer Realschule stellen alle Lehrkräfte Unterrichtsmaterial über die Homepage zur Verfügung, teilweise werden zusätzlich Arbeitsblätter mit der Post verschickt. Persönlicher Kontakt ist tabu, Kontakt und Rückmeldungen laufen über E-Mail und Telefongespräche.

Aber die meisten haben sich schnell in der Situation zurechtgefunden. Schulelternsprecherin Michaela Zechner lernt mit ihre Tochter Cora (8. Schuljahr) zu Hause. „Ich finde es gar nicht so schlimm, daheim zu lernen“, sagt die 13-Jährige, „jedoch freue ich mich, wenn ich hoffentlich bald wieder in die Schule gehen darf.“ Michaela Zechner findet, es sei schon „eine kleine Herausforderung“ mit dem Kind dauerhaft zu lernen, „allerdings bekommt man so einen tieferen Einblick in die Lerninhalte und an die Anforderungen des Schulalltags.“ Außerdem erhält sie Unterstützung von der Schule: „Ständiger Kontakt und aufmunternde Gespräche mit den Lehrkräften verschaffen den restlichen Durchblick und es ist großartig, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert“, so die Mutter, die als Krankenschwester im Prümer Krankenhaus – also in einem systemrelevanten Beruf – tätig ist. Damit hätte sie theoretisch Anspruch auf die Notbetreuung der Schule. „Aber es funktioniert mit einem gut strukturierten Tagesablauf auch ohne, so dass Cora in der jetzigen Krisenzeit nicht zur Schule gehen muss“, sagt Michaela Zechner.

2020 homeschooling 2Auch bei Familie Eigner läuft das Homeschooling besser als erwartet. „Bei uns funktioniert es ganz gut“, berichtet Emma Eigner, Schülerin einer 5. Klasse. „Allerdings muss ich auch sagen, dass wir das Glück haben, dass ich zu Hause bin und meinen beiden Töchtern immer weiterhelfen kann“, sagt Julia Eigner, die Mutter von Emma (10) und Vicky (7). Jedoch würde die Motivation etwas nachlassen, deshalb würden sich schon alle auf die Osterferien freuen. „Ich hoffe, dass das E-Learning durch diese Zeit, die wir gerade durchleben, in den Schulen etwas schneller vorangetrieben wird“, so Julia Eigner, die sich selbst als „etwas zu streng“ bezeichnet. Deshalb – und natürlich wegen den Freundinnen und dem geregelten Schultag – sind sich Emma und Vicky einig: „Wir möchten schnell wieder in die Schule.“

Schulleiter Stephan Schilling resümiert zu diesem Zeitpunkt: „Alle leisten eine hervorragende Arbeit. Dafür verdienen alle meinen Respekt. Es bleibt abzuwarten, wie es nach den Osterferien weitergeht.“

Seitens des Ministeriums heißt es hierzu: Aktuell sind die Schließungsverfügungen bis nach den Osterferien befristet, so dass danach theoretisch wieder der reguläre Betrieb starten würde. Allerdings ist das Geschehen durch die Verbreitung des Coronavirus sehr dynamisch. Die Gesundheitsexperten müssen anhand der Entwicklungen der Zahl der Krankheitsfälle entscheiden, ob es aus gesundheitspolitischer Sicht vertretbar ist, die Kinder und Jugendlichen nach den Osterferien wieder in die Schule zu schicken. Diese Entscheidung wird also voraussichtlich erst kurz vor Ablauf der Osterferien getroffen werden können.

und schon in Quarantäne: Am 6. März 2020 war es soweit. Unsere Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm bekam vier neue Bewohner: Sie nennen sich Axolotl, sind Molche aus Mexiko und leben in einem 200-Liter-Aquarium mit Wasserpflanzen und Höhlenverstecken im Flur in der Nähe des Lehrerzimmers.

Sie brauchen es kühl, dunkel und die ganze Schulgemeinschaft soll sie beobachten können. Außerdem werden sie täglich mit Trockenpellets oder Regenwürmern gefüttert und vom Fachbereich Naturwissenschaften sowie von der Schulgarten-AG betreut. Normalerweise sind sie dunkelhäutig. Aber in der Zucht des Menschen hat sich auch eine hellhäutige Variante entwickelt. Im Kaiser-Lothar-Aquarium leben aktuell zwei helle und zwei dunkle Axolotl.

Jetzt sind sie aber erstmal wieder weg aus der Schule. Denn während der aktuellen Corona-Krise können sie nicht täglich gefüttert werden. Biologielehrer Clemens Hackenberg betreut sie deshalb bei sich zu Hause und wird sie, wenn die Schule wiederbeginnt, in ihrem heimischen Aquarium im Flur im Parterre der Schule unterbringen.

Für die Unterstützung zur Anschaffung gilt ein herzlicher Dank Steffi Kalbusch, Mutter einer Schülerin aus der 7. Klasse. Sie hat sich um die Nachzucht der Axolotl sowie die Beschaffung der Wasserpflanzen gekümmert und unterstützt die Schule nachhaltig mit ihrem Wissen zur richtigen Haltung. „Wir werden demnächst mehr über unsere neuen Schulbewohner berichten“, sagt Clemens Hackenberg, „und würden uns freuen, wenn vielleicht ein Schüler oder eine Schülerin eine Patenschaft für einen der Axolotl übernehmen würde.“

Die Raiffeisen-Waren-‌GmbH Westeifel spendet 500 Euro: Im Rahmen des 40jährigen Betriebsjubiläums von Peter Backes spendet die Raiffeisen-Waren-GmbH Westeifel in Weinsheim 500 Euro an die „Kinder helfen Kindern“-AG der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm. „Wir haben uns sehr darüber gefreut und bedanken uns herzlich“, sagt Brigitte Richter-Weber, die Leiterin dieser Arbeitsgemeinschaft, „das Geld wird für gemeinsame Aktionstage mit den CariKids und mit sozial schwachen Kindern verwendet.“

Foto: S. Jacobs

Die Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm gewinnt den AOK-Kochworkshop: Bereits zum achten Mal verloste die AOK ihm Rahmen des Projektes KLASSE! des Trierischen Volksfreundes einen exklusiven Kochworkshop für Klassen ab Stufe acht aller Schularten. Der Wahlpflichtfachkurs 8 „Hauswirtschaft und Soziales“ unter der Leitung von Brigitte Richter-Weber der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm gehört zu den glücklichen Preisträgern.

Unter Anleitung von Ursula Elsen von der AOK wurden gesunde, schnelle und leckere Fingerfood-Gerichte hergestellt. Gemüsesticks, Avocadoquarkdip und Pfannkuchenrolle mit Rucola – die Rezepte waren vielseitig und ausgefallen. Neben der Zubereitung des Fingerfoods standen auch Infos zu gesundem Essen und Trinken auf dem Programm. „Mir hat besonders gefallen, dass alle viel Spaß bei der Zubereitung der Rezepte hatten“, resümierte Ursula Elsen, „alles hat sehr gut geschmeckt.“

Rezepttipp: Geröstete Currynüsse
Zutaten für 4 Personen: 2EL Öl, 300g Gemischte Nüsse, 2EL Zucker, ½ TL Zimt, 1-2TL Salz, 2TL Curry
Zubereitung: Öl in einer großen beschichteten Pfanne oder Wok erhitzen. Nüsse dazugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten goldbraun rösten, dabei immer wieder umrühren. Zucker, Zimt, Salz und Curry mischen. Unter ständigem Rühren langsam zu den Nüssen geben und kurz mitrösten. Die Nüsse aus der Pfanne nehmen und auskühlen lassen.
Abgekühlt in einer Dose verpackt, bleiben die Nüsse einige Tag frisch und knackig.

Die „Kinder helfen Kindern“-AG der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm unterstützt CariKids. CariKids ist ein Projekt des Familienservices des Caritasverbandes Westeifel. Bei diesem Projekt geht es darum, Familien mit kranken und behinderten Kindern zu helfen. „Auch uns liegt es am Herzen, diesen Kindern etwas Gutes zu tun“, sagt Brigitte Richter-Weber, die seit 2015 die AG „Kinder helfen Kindern“ an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm leitet. Derzeit zählt die Arbeitsgemeinschaft 23 Mitglieder, die sich auch in ihrer Freizeit engagieren. Diesmal stehen basteln, kochen und spielen mit den CariKids auf dem Programm.

An einem Freitagnachmittag besuchten 10 Kinder mit einer Betreuerin des Caritasverbandes Westeifel die Realschule in Prüm, weil die „Kinder helfen Kindern“-AG ein großartiges Programm vorbereitet hat. Für ihre besonders engagierte und integrative Arbeit erhielt die Arbeitsgemeinschaft „Kinder helfen Kindern“ 2019 sogar den Inklusionspreis des Landes Rheinland-Pfalz.

Hinzert sollte 1939 bis heute ohne eigenes Verschulden zum bekanntesten Dorf des Hochwalds werden. Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert bestand von 1939 bis 1945. Es wurde ursprünglich als Polizeihaftlager, dann als „Arbeitserziehungslager“ errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges entwickelte es sich zu einem Konzentrationslager. Insgesamt mussten in den sechs Jahren des Bestehens um die 10.000 Männer im Lager unter dem Terror der SS leiden. Im SS-Sonderlager/KZ Hinzert sind einzelne Gefangene oder Gruppen von Gefangenen gezielt erschossen oder mit tödlichen Injektionen ermordet worden. Viele andere Häftlinge kamen durch brutalste Misshandlungen um.

Etliche Gefangene aus 7 Nationen wurden zuerst mit dem Zug nach Reinsfeld (Hochwald) gebracht, danach folgte der Fußmarsch nach Hinzert. Zeitzeugen aus Reinsfeld berichten, dass sie sich bis heute noch an die unter Zwang singende Männerschar, flankiert von bewaffneten SS-Soldaten, erinnern können. Es sollten Kriegsverbrecher sein, die den vorherrschenden Nationalsozialismus gestört hätten, hieß es. Deshalb hätten sie für die deutsche Rüstung arbeiten müssen. „Reichte man ihnen in unbeobachteten Augenblicken einen Apfel oder ein Butterbrot, sah man große traurige Augen, einen Mund, der nicht Danke sagen durfte, weil er „Oh, du schöner Westerwald“ weitersingen musste“, so eine Reinsfelder Zeitzeugin.

Auch Jugendliche der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm beschäftigten sich hautnah mit dem traurigen Fleck der deutschen Vergangenheit. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Realschulen plus, der Universität und dem Theater Trier führten Anja Schönhofen und Georges Novaki der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm ein Projekt mit dem KZ Hinzert durch. „Es ist ein aktivierter Rundgang Online geplant, den unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Testversion durchführen und dazu Rückmeldung geben sollen, bevor deutschlandweit dieser Rundgang Online durchführbar ist“, erklärte Anja Schönhofen die Methodik dieses Projektes, das aus zwei Teilen bestand, an denen interessierte Zehntklässler teilnahmen: An einem Schulvormittag wurde der Besuch des KZ Hinzert in Form einer Internetrecherche vorbereitet. In sechs Gruppen wurden verschiedene Themenschwerpunkte behandelt: Hinzert als Konzentrationslager, Häftlinge, Lageralltag und Zwangsarbeit, Sterben und Tod, die Schutzstaffel (SS) und der Umgang mit einem schwierigen Erbe. Am zweiten Tag fand eine Exkursion zum KZ nach Hinzert statt. „Es war insgesamt ein lohnenswertes Projekt, das den Sinn hat, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten“, resümierte die Lehrerin Anja Schönhofen.

Die „Kinder helfen Kindern“-AG der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm spendet 500 Euro. Die AG (Arbeitsgemeinschaft) „Kinder helfen Kindern“ gibt es seit 2015 an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm, derzeit beteiligen sich 23 Schülerinnen und Schüler aktiv. „Wir unterstützen verschiedene soziale Projekte, meist in der Region“, erklärt Brigitte Richter-Weber, die die AG ins Leben gerufen hat und leitet. „Wir haben Spaß daran, anderen Kindern zu helfen, denen es nicht so gut geht wie uns“, sagen die Schülerinnen Sophia Urfels und Cora Haas. Für ihre besonders engagierte und integrative Arbeit erhielt die Arbeitsgemeinschaft „Kinder helfen Kindern“ 2019 sogar den Inklusionspreis des Landes Rheinland-Pfalz.

An mehreren Schulveranstaltungen verkaufte die AG selbst hergestelltes Kräutersalz sowie gebastelte Geldbeutel, Weihnachtskarten und Windlichter. Mit dem Erlös unterstützte sie diesmal den Verein „Kinderlachen-Eifel“. Stellvertretend überreichte Laura Henze dem Vorsitzenden Thomas Treptau 500 Euro. Dieser Verein organisiert inklusive Fahrten für Kinder und Jugendliche, sozial schwächere werden finanziell unterstützt, sodass die Spende von „Kinder helfen Kindern“ dort sehr gut angelegt ist. „Uns gibt es seit 2015“, so Treptau. In jeden Schulferien führen über 60 ehrenamtliche Helfer Ferienfreizeiten durch. „In den Sommerferien sogar bis zu 6 Fahrten“, sagte Thomas Treptau und verwies darauf, dass der Verein immer „Engagierte jeden Alters“ suche.

Es wurde ausgelassen getanzt, gelacht und gesungen bei der Kappensitzung an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm. Zahlreiche Vorträge, Tänze und Showeinlagen aller Klassenstufen sorgten für ausgelassene Stimmung und karnevalistische Raketen. So bewies Ashley Trout (5a) bei „The Voice“ echtes Gesangstalent, Yaren Yüce (5a) gewann als süße Fee einen Kinogutschein mit ihrem „schönsten Karnevalskostüm“ und auch beliebte Partyspiele durften beim Lehrer-Schüler-Duell der 9a nicht fehlen. Weiterhin erklärten die „Musterschüler der 5b“ dem gut gelaunten Publikum in einem Vortrag, welche Sinne ihnen bekannt sind - „Schwachsinn, Unsinn, Blödsinn!“ – und dass Fett in der Milch sei, damit es beim Melken nicht so quietsche.

Den Höhepunkt der Karnevalsveranstaltung bildete das Männerballett der 10. Klassen. Auf Karnevalsknaller, Charthits und Klassiker aus dem Film „Dirty Dancing“ rockten die Jungs in verschiedenen kreativen Outfits die Bühne. Die ganze Pausenhalle stand Kopf vor Begeisterung und feierte den Auftritt.

Durch das Programm, welches von den beiden SV-Lehrerinnen Catrin Stecker und Uschi Hellriegel erstellt und organisiert wurde, führten professionell die Schülersprecherinnen Laura Kretzschmar und Lina Engeln mit Unterstützung von Saskia Krämer und Julian Inselberger.

Fotos: Sandra Jacobs

Die Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm siegte beim European School Sports Day 2019: Wir mobben nicht – wir flashmobben, die Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm wurde als eine der sechs Gewinnerschulen ausgewählt und nahm freudig ihren Preis entgegen: ein KIN-BALL-Set, welches vielseitig im Sportunterricht eingesetzt werden kann. Über 80 Schülerinnen und Schüler der Realschule plus nahmen am European School Sports Day 2019 (ESSD) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sportlehrerbund teil. Unter der Leitung der Sportlehrerinnen Coralie Schnitzius und Anne-Katrin Laures probten die begeisterten Kinder und Jugendlichen in kleineren Gruppen drei verschiedene Schrittfolgen an einem Projektvormittag ein. Das gemeinsam erreichte Ziel: ein Flashmob zum Lied „Turn it up“, welches auf Video aufgezeichnet und beim Wettbewerb eingereicht wurde.
„Das Projekt hat uns hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir sind stolz, zu den Gewinnern zu gehören“, so die Schülerinnen Laura Henze, Anna Kohnen und Liane Petker. Zufriedenheit auch bei den beiden Lehrerinnen: „Der Einsatz hat sich gelohnt, alle Teilnehmer waren mit Ehrgeiz dabei. Innerhalb einer so kurzen Zeit einen nicht ganz einfachen, dreiminütigen Tanz zu erlernen, erfordert Durchhaltevermögen, Konzentration und ein überaus großes Interesse. All das haben die Schülerinnen und Schüler hervorragend umgesetzt und verdient gewonnen.“

Theaterstück an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm ein voller Erfolg: Zickenterror, Liebeskummer und Schulstress standen im Vordergrund des neuen Theaterstücks „Spiel mit dem Feuer“, einem Jugendtheaterstück von Susanne Petrovic-Farahdes. Und mancher von ihnen spielte im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Feuer, wenn es darum ging, Freundschaft aufs Spiel zu setzen oder mit Drogen der Realität zu entfliehen. Zum Glück gab es trotz aller Probleme ein Happy End beim Stück. Und auch bei allen Beteiligten: „Acht geplante Aufführungen erschienen uns am Anfang wirklich viel“, sagten Melissa Belsch und Jonas Miesen des 8er-Wahlpflichtfachkurses „Darstellendes Spiel“. „Aber wir hatten viel Spaß und freuen uns, dass die insgesamt über 400 Zuschauer so begeistert waren.“

Das Wahlpflichtfach Darstellendes Spiel (DS) gibt es an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm seit 2013 „und ist Alleinstellungsmerkmal in der Region unter den Realschulen plus“, so Schulleiter Stephan Schilling. „Bei unseren Theaterstücken geht es mir vorrangig darum, die Schauspieler bei ihren eigenen Interessen abzuholen“, betonte die DS-Lehrerin Catrin Stecker. „Wichtig ist es, das Publikum zu unterhalten.“

Und dies ist auch beim aktuellen Stück gelungen: Das Publikum wurde aktiv in Szenen eingebunden und gab lobende Rückmeldungen. „Die Gruppe hat professionell geschauspielert und war toll vorbereitet“, so die Zuschauerin Katharina Zapp. Die aufwendigen Bühnenbilder, die von Schülergruppen der Prümer Realschule plus selbst gemalt und angefertigt wurden, sorgten für den passenden Rahmen. „Ich bin stolz auf die Leistung unseres DS-Kurses“, lobte Schulleiter Stephan Schilling alle Beteiligten.

Insekten und Fledermäuse sind in der heimischen Natur bedroht, weil sie oft nicht mehr die geeigneten Unterkünfte finden. „An den Projekttagen und am Tag der offenen Tür war es unser Anliegen, auf die Problematik aufmerksam zu machen und etwas zu tun, was den Insekten und Fledermäusen hilft“, sagte Projektleiter Dr. Clemens Hackenberg, Chemie- und Biologielehrer an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm, „mit großartiger Unterstützung des Ausbildungszentrums der PRÜM-Türenwerk GmbH haben wir in den dortigen Räumlichkeiten Schutz- und Nisthilfen für verschiedene Insektengruppen und Fledermäuse gebaut.“ Die Ausbilder Ingo Thomas und Volker Zimmermann sowie die beiden Auszubilden den Janina Billigen und Jana Eich leiteten die Schülergruppe beim Bau von Kästen für Fledermäuse, Käfer, Florfliegen, Schmetterlinge und Wildbienen professionell an. „Es wurden auch Insektenhotels, gebaut, die mit verschiedenen Naturmaterialien gefüllt wurden“, erzählten Lea Thelen und Felix Schmidt von den Projekttagen.

Eine Besonderheit: Der Großteil der verwendeten Materialien wurde aus naturbelassenen Nadelhölzern aus dem Produktionsbereich zugeschnitten. Die fertigen Kästen werden bei den Projektteilnehmern im eigenen Garten oder im Schulgarten aufgestellt. „Es war ein tolles Projekt, das wir gerne wiederholen würden“, waren sich Dr. Clemens Hackenberg und die Projektgruppe einig.

Musikalische Beiträge, künstlerische Work­shops, Schach, Buchbinden und Löten mit LEDs – die Ergebnisse von über 30 Projekten – darunter auch einige von außer­schulischen Partnern wie zum Beispiel der Freiwilligen Feuerwehr Prüm, der Universität Trier und dem Haus der Jugend - wurden am Tag der offenen Tür der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm präsentiert. In zahlreichen Mitmachprojekten hatten die Grundschulkinder die Gelegenheit, Namensschilder zu löten, Schneemänner zu basteln und an einer Rallye durch die Schule teilzunehmen. „Besonders gut hat mir der Flashmob gefallen“, sagte Leonie Konradi, die sich mit ihrer Familie und Freundin Pauline die Realschule angeschaut hat.

In Vorträgen stellten Schulleiter Stephan Schilling und Stefanie Lamberty (pädagogische Koordinatorin) die Schule vor. Eine Besonderheit an der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm sind die Sportklassen der Orientierungsstufe, in denen jeden Tag eine Sportstunde ohne Kürzung von Fachunterricht erteilt wird. „Dadurch werden Selbstvertrauen, Sozialkompetenz und die Gesundheit der Kinder gefördert“, so Stephan Schilling. „Dieses Konzept gefällt mir besonders gut“, meldete die Besucherin Barbara Ehlen zurück, „denn der tägliche Sportunterricht bietet einen wichtigen Ausgleich zum normalen Unterricht und fördert die Konzentration.“

Ab Klassenstufe 7 kann dann das schuleigene Wahlpflichtfach Sport gewählt werden. Die Prümer Realschule bietet neben den üblichen Wahlpflichtfächern Französisch, HuS (Hauswirtschaft und Soziales), TuN (Technik und Naturwissenschaft) und WuV (Wirtschaft und Verwaltung) weitere schuleigene Wahlpflichtfächer ab Klassenstufe 7 an: TZE (Technisches Zeichnen/Elektronik), Sport und DS (Darstellendes Spiel). Des Weiteren besteht noch eine gemeinsame Orientierungsstufe mit dem Regino-Gymnasium, welche für eine enge Zusammenarbeit und einen leichten Schulwechsel (bei Bedarf) steht.

Außerdem ist die Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm eine Realschule plus in kooperativer Form. „Nach Klassenstufe 6 werden Realschul- und Berufsreifeklassen gebildet, um den unterschiedlichen Stärken der Kinder gerecht zu werden“, erklärte Schulleiter Stephan Schilling, „damit ist für alle Kinder die Anschlussfähigkeit in den Beruf oder die weiterführende Schule gewährleistet.“

Zudem werden die neuen 5er-Klassen jedes Jahr herzlich willkommen geheißen und lernen die Schule vorab an einem Begegnungsnachmittag sowie zu Beginn des Schuljahres an drei Einführungstagen bei der Klassenleitung kennen. „Denn ein sanfter Übergang von der Grundschule zur Realschule plus ist uns besonders wichtig“, sagte Stefanie Lamberty. In allen Klassenstufen werden zudem regelmäßig außerschulische Projekte, Veranstaltungen und Wandertage durchgeführt, um die Klassengemeinschaften zu stärken und verschiedene Interessen und Talente zu berücksichtigen. „Auf ein harmonisches soziales Miteinander wird an der Prümer Realschule plus sehr großen Wert gelegt“, so der Schulleiter.

Anmeldungen können ab dem 03.02.2020 bis zum 29.02.2020 im Sekretariat der Realschule plus erfolgen. Sollten Eltern zusätzlich persönliche Beratung benötigen oder sich die Schule nochmals anschauen wollen, so kann dies unter 06551/97111-0 terminiert werden. Weitere Informationen sind auf der Homepage www.klrplus.de zu finden.

Fotos: Sandra Jacobs und Stephan Schilling

Die KLR+ Prüm sammelt Müll im Stadt­gebiet: Im Rahmen der Projekt­woche der Kaiser-Lothar-Real­schule plus Prüm beschäftigte sich eine Gruppe intensiv mit Themen zum Umwelt­schutz und sammelte auf über 12 Kilo­metern Müll im Prümer Stadt­gebiet ein. „Es ist unglaublich, wieviel Müll die Leute auf den Boden werfen und nicht fachgerecht entsorgen“, wunderten sich Jonas Schmitz und Ariana Cela über die zahlreichen vollen gelben und blauen Müllsäcke des Vormittags. Campingstühle, Auflaufformen, Radkappen - Alexander Krump fand sogar einen Grill im Gebüsch. Besonders viele Müllansammlungen waren auf dem Radweg und den Verkehrsinseln zu finden. Auch der überfüllte Biomüllcontainer im Messepark ist für die Projektgruppe fraglich (Foto).

Den Schülern ist nicht nur klar, dass Papier, Verpackungen und Flaschen nicht in die Natur gehören, sondern auch, dass Mülltrennung wichtig ist. Warum? „Ganz klar, weil die richtige Abfalltrennung nachhaltig ist, die Umwelt vor noch mehr Zerstörung schont, kostensparend ist und zudem Wertstoffe sinnvoll recycelt werden können“, erklärte Moritz Leinenbach.

Dieses Projekt und noch viele andere wie beispielsweise Löten, Kreatives, Feuerwehr und Zirkus werden am Tag der offenen Tür am Samstag, 11. Januar 2020 in den Gebäuden der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm allen interessierten Besuchern vorgestellt. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr haben insbesondere Eltern und Kinder der 4. Schuljahre Gelegenheit, die Prümer Realschule kennenzulernen und sich zu informieren. In Mitmachprojekten, Präsentationen und Vorträgen bieten Schüler und Lehrer einen direkten Einblick ins Schulleben und stehen für offene Fragen zur Verfügung.